Ursachen und Entstehung
Abhängig von der jeweiligen Ursache können bei Bluthochdruck eine primäre (essenzielle) und eine sekundäre Variante unterschieden werden. Bei der primären Form lässt sich der erhöhte Blutdruck nicht kausal in Verbindung mit einer spezifischen Erkrankung bringen. Anders die sekundäre Form, die z. B. als Symptom einer bestehenden Grunderkrankung auftreten kann. Nach Angaben der Deutschen Hochdruckliga leiden gegenwärtig etwa 10–15 % der Bluthochdruck-Patienten an sekundärer Hypertonie. Damit lässt sich ein deutlicher Trend ablesen, denn noch vor etwa 20 Jahren litten nur 5 % der Bluthochdruck-Betroffenen an der sekundären Form.
Ursachen der primären Hypertonie
Der Entstehung primärer Hypertonie liegt i. d. R. nicht eine einzelne Ursache, sondern ein ganzes Bündel von Ursachen zugrunde. Der Mediziner spricht daher von einer multifaktoriell verursachten Erkrankung, die u. a. mit genetischen Faktoren sowie spezifischen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten in Verbindung gebracht wird: Z. B. Stress, Bewegungsmangel sowie eine stark salzhaltige Kost gelten als Faktoren, die ggf. zur Entstehung von primärer Hypertonie führen können.
Ursachen der sekundären Hypertonie
Die Ursachen der sekundären Hypertonie sind z. B. eine bestehende Grunderkrankung, eine unerwünschte Medikamentenwirkung oder auch der Konsum von Drogen und Rauschmitteln. Während zu den Krankheiten, die sekundäre Hypertonie verursachen können, überwiegend Nierenleiden (z. B. Nierenarterienstenose), neurologische Erkrankungen (z. B. Hirndrucksteigerung und Hirntumoren) sowie hormonelle Erkrankungen (z. B. Cushing-Syndrom, Akromegalie, Hyperaldosteronismus) zählen, kann ein medikamentös-bedingter Bluthochdruck z. B. auf Verhütungsmittel wie die Antibaby-Pille (sog. Ovulationshemmer), nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) und Steroide zurückgeführt werden.
Wie Bluthochdruck entsteht
Dauerhaft erhöhter Blutdruck kann auf zwei Wegen entstehen, nämlich wenn das Herz für eine ausreichende Sauerstoffversorgung der Organe mehr Blut durch den Körper pumpen muss oder wenn Arteriosklerose (umgangssprachlich als Gefäßverkalkung bezeichnet) die Gefäßwände unelastisch und starr werden lässt. Dadurch wird der Widerstand, gegen den der Blutstrom arbeiten muss, erhöht.
Eine familiäre Erkrankung?
Da Bluthochdruck in den Familien der Betroffenen oftmals gehäuft vorkommt, wird er zu den sog. familiären Erkrankung gezählt. Diese These konnte jedoch noch nicht belegt werden, sodass in diesem Zusammenhang weitere Forschungsarbeit nötig ist.
msf
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